15.05.2014
Vortrag von Dr. Bernhard Fischer (Weimar) mit Buchvorstellung

Johann Friedrich Cotta (1764–1832) – "Napoleon des deutschen Buchhandels", Unternehmer und Staatsmann

Cotta war ein klassischer "selfmade man", ausgestattet mit Spürsinn für das Zukunftweisende, der virtuos die Chancen einer Umbruchszeit nutzte. Aus einem kleinen Tübinger Universitätsverlag machte er den größten Universalverlag seiner Zeit.

Markenzeichen waren die "Klassiker" Goethe und Schiller, aber auch die "Augsburger Allgemeine Zeitung". Er erfasste den Zeitgeist und die die zukunftsmächtigen Ideen, die sein Verlag ins Publikum brachte, die er zudem auf seinen Gütern und in seinen Fabriken beispielgebend praktizierte und die er als Politiker und Diplomat durchzusetzen suchte.

Dr. Bernhard Fischer war nach dem Studium der Deutschen Philologie, Philosophie und Kunstgeschichte lange Zeit Leiter des Cotta-Archivs im Deutschen Literaturarchiv. Seit 2007 ist er Direktor des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar.

Es handelt sich um eine Gemeinschaftsveranstaltung von Initiative Staats- und Stadtbibliothek Augsburg e. V. und Stadt- und Staatsbibliothek Augsburg in Zusammenarbeit mit der "Buchhandlung am Obstmarkt".